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20.05.2019

Was macht der mittelalterliche Herzog da?

Soest. Eine mittelalterliche Szenerie auf einem Trafohaus, was soll das? Im Stadtbild Soests gibt es zahlreiche größere Trafo- und Gasstationen der Stadtwerke, die zwar unterschiedlich in ihrer Gestalt daherkommen, aber fast alle an dem gleichen Problem leiden: unansehnliche Schmierereien auf den Wänden. „Das wollen wir ändern und haben bereits Ende 2018 damit begonnen, ausgewählte Stationen in Streetart, in Eyecatcher zu verwandeln. Wir wollen einen Beitrag leisten, um Soest noch schöner zu machen“, so André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest. Bei der Auswahl der Motive ist ein Bezug zum Ort und ein Verschmelzen mit der Umgebung wichtig und so fand nun der Herzog von Kleve-Mark seinen Weg auf die Trafostation am Jakobitor.
 
Wandgemälde auf einer Trafostation der Stadtwerke, eine Szene der Soester Fehde. Im Vordergrund stehen die beiden Künstler, Darsteller des Mittelalterfestivals und der Geschäftsführer der Stadtwerke. Zufriedene Gesichter bei der Vorstellung des Werks: André Dreißen, Gesschäftsführer der Stadtwerke Soest - Hans-Joachim und Monika Schmallenbach, Fritz Risken, alle Darsteller beim Mittelalterfestival Soester Fehde - und Benjamin Braune und Lino Meyer vom Potsdamer Sprayer-Unternehmen "Sprühsinn".
 

Die Trafostation Jakobitor steht in unmittelbarer Nähe zu der Einzugsroute des Herzogs von Kleve-Mark in die Stadt zur Zeit der Soester Fehde. Vor diesem Hintergrund bot sich dieses historische Motiv hier in der Gräfte an, beziehungsweise drängte sich gerade zu auf. Dank tatkräftiger Hilfe von Mitgliedern des Soester Kulturforum e.V., die bei dem Mittelalterfestival Soester Fehde in historischen Gewändern mitwirken, hatten die beiden von den Stadtwerken beauftragten Sprayer des Unternehmens Sprühsinn schnell lebendige Vorlagen und Bilder des historischen Moments zur Verfügung. Innerhalb von rund drei Tagen schufen Benjamin Braune und Lino Meyer mit ihren Sprühdosen ein Werk, bei dem die Illusion des aus der Station herausreitenden Herzogs mit Begleitern entstand und aus der ehemaligen Schmuddelstation nun Streetart wurde.

Während die Potsdamer Sprayer bei der Arbeit waren, stellten ihnen die Passanten zahlreiche Fragen und gaben positive Rückmeldungen. Die Soester zeigen sich interessiert und begeistert von den Werken. Bisher haben die beiden von Sprühsinn schon fünf Stationen gestaltet, so erzählen die Stationen am Gotlandweg, Feldmühlenweg, Paradieser Weg, Schwermecker Weg und Jakobitor eine kleine Geschichte oder schaffen eine großartige Illusion, die sich mit Herz, Witz und Liebe zum Detail in die Umgebung einfügt.

Die Potsdamer bedanken sich bei den Soestern für die vielen positiven Rückmeldungen und mitunter die liebevolle Versorgung. „Die Anwohner haben uns sogar mit Kaffee und Kuchen oder Eis versorgt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt“, fasst Benjamin Braune die bisherigen Erfahrungen in der Stadt zusammen.

 
Vier Darsteller des Mittelalterfestivals vor einem Wandgemälde des Soester Fehde Dokuments. Dr. Frieder Schütz, Hans-Joachim und Monika Schmallenbach und Fritz Risken richten Ihr Augenmerk auf die historische Urkunde der Soester Fehde.
 

Was so gut zusammenpasst soll man auch nicht trennen, daher haben die Stadtwerke die beiden von Sprühsinn auch noch mit der Gestaltung weiterer Stationen in Soest beauftragt.

Fortsetzung folgt…

 

Wir haben unserer Aktion eine ganze Seite gewidmet, schauen Sie mal >> hier