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31.03.2021

Das kommt dann mal weg…

Soest. Die Stadtwerke Soest lassen in Katrop ein Teilstück der 1kV Überlandleitung verschwinden. Auf einer rund 420 Meter langen Strecke rüsten die Stadtwerke an dem Kopper Weg die Freileitung ab und verlegen ein unterirdisch geführtes Kabel. „Wir müssen in diesem Bereich die bisherige Leitung austauschen, da lag es nah, das neue Kabel gleich unterirdisch zu verlegen. Mit der Umrüstung auf Erdkabel wird die bereits bestehenden hohe Versorgungssicherheit noch einmal gesteigert, weil die unterirdischen Kabel besser vor Witterungsbedingungen geschützt sind“, begründet der Leiter der Stromnetze Andreas Menne die Maßnahme. Darüber hinaus erleichtert das Abrüsten der Freileitung den Landwirten die Arbeit, da sie nicht mehr auf die Masten am Rand ihrer Felder achten müssen.
 
Katrop - Die Spülbohrung ist abgeschlossen Die Spülbohrung ist erfolgt, jetzt wird auf dem Rückzug das Leerrohr eingezogen.
 

Das neue Kabel wurde mit dem Spülbohrverfahren verlegt. Die Trassenroute und die Bodenbeschaffenheit empfahlen sich für eine Verlegung mit diesem Verfahren. Bei dem Spülbohren ist so gut wie kein Tiefbau nötig. Das Horizontalspülbohrverfahren ermöglicht Bohrungen von mehreren hundert Metern Länge ohne einen offenen Graben. Dabei wird von der Maschine ein unterirdischer Kanal gebohrt und im Rückzug wird gleich ein Leerrohr eingezogen. In das Leerrohr wird dann die Stromleitung eingezogen. Meist wird nur am Anfang und am Ende der Trasse, bei längeren Strecken auch mal dazwischen, ein Kopfloch ausgehoben. Die Bohrung beginnt schräg nach unten in das Erdreich gerichtet und verläuft dann in leichtem Bogen zur Zielgrube, wo sie schräg nach oben ausgerichtet ankommt. Das Verfahren schont die Umwelt, da kaum Erde ausgehoben wird und es ist auch sehr schnell. In Katrop werden die 420 Meter für das Leerrohr innerhalb von 1,5 Tagen gebohrt und das Rohr eingezogen.

 
Katrop - Das Leerrohr wird eingezogen Das Leerrohr ist mit dem Bohrgestänge verbunden worden und wird nun eingezogen.
 

Im Anschluss wird das neue 1kV-Kabel eingezogen und es müssen noch die Hausanschlüsse umgebunden werden, bevor die alte Freileitung samt ihrer Masten endgültig verschwinden kann.

Die Stadtwerke investieren mit dieser Maßnahme rund 30.000 € in die Versorgungssicherheit vor Ort.